Das Kulturerbe in Südschleswig
Das geographische Gebiet zwischen Eider und Kongeå kann auf eine lange und einzigartige Kulturgeschichte verweisen und ist heute eine der vielfältigsten Grenzregionen Europas. Sie beherbergt drei nationale Minderheiten (Dänen, Friesen und Deutsche) in einer jeweils deutschen und dänischen Mehrheitsbevölkerung südlich und nördlich der Grenze. Hier hat die Geschichte ihre deutlichen Spuren hinterlassen, u.a. im Danewerk, das als eine der größten Wehranlagen des Mittelalters im Norden gilt oder in der fortschrittlichsten Hofbibliothek des 17. Jahrhunderts nördlich der Elbe, die im Schloss Gottorf untergebracht war. Im Jahre 2009 wurde das Wattenmeer an der Schleswigschen Westküste von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt, womit die Einzigartigkeit der Region hinsichtlich der Verbindung des Biosphärenreservates mit der angrenzenden Kulturlandschaft zusätzlich unterstrichen wird.
Neben der dänischen Minderheit stellt das friesische Element eine Besonderheit in Südschleswig dar. Teile der nordfriesischen Bevölkerung betrachten sich als eine selbstständige nationale Minderheit, die in enger Verbindung zur nordischen Kultur steht. Sie geht mit einer langen Tradition der Zusammenarbeit mit der dänischen Minderheit einher. Die Schleswigsche Sammlung verzeichnet vor diesem Hintergrund die Kulturproduktion der Nationalfriesen und man kann alle relevanten Informationen über nordfriesische Themen hier finden.
Die Schleswigsche Sammlung dokumentiert die Kulturgeschichte der Region und es wird insbesondere jene Literatur gesammelt, die die Identitätsauffassung der Minderheiten zum Gegenstand hat.
